Wettbewerb Erweiterung Kunsthaus, Kaufbeuren

Ankauf

 

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Städtebau und Denkmalschutz

Nach außen stellt sich das neue Stadtmuseum signifikant dar, bei gleichzeitiger Berücksichtigung des städtebaulichen Kontextes.

Die zeitgemäße Architektursprache läßt den Baukörper eigenständig und ablesbar erscheinen.

Ein einprägsamer Stadtbaustein wird in das Stadtbild gefügt und wirkt als Anziehungspunkt.

Das Gebäude soll den Passanten neugierig machen und Interesse für die Ausstellungen wecken.

Es gibt nur minimale Eingriffe in den denkmalgeschützten Bereich, die Kontur und Raumstruktur des denkmalgeschützten Gebäudes, Kaisergässchen 12, bleibt weitestgehend erhalten.

Der Neubau stellt  den Altbau im Norden  mittels einer Fuge frei und macht den wertvollen Bestand selbst zum Ausstellungsstück.

Die bestandsgeschützten Außenwände des Rückgebäudes (Bauteil B) werden erhalten, vom Putz befreit und als Reminiszenz erkennbar in den Neubau integriert.

 

Funktion

Der Eingang in das Stadtmuseum erfolgt mit einladender Geste vom Straßenniveau über wenige Stufen oder eine Rampe.

Die Ausstellungsflächen befinden sich geschossweise barrierefrei auf einer Ebene.

Das neue Treppenhaus mit Aufzug liegt im Zentrum des Stadtmuseums, baulich komplett im Neubau.

Der Raum für die Sonderausstellungen liegt im  Erdgeschoss, die große stützenfreie Fläche ermöglicht flexible Ausstellungen und Nutzungen.

Der Bereich Sonderausstellung kann separat von der Dauerausstellung vom Publikum besucht werden.

Die Sonderausstellungsfläche öffnet sich zum Hof, dieser kann somit in das Veranstaltungs- und Präsentationskonzept einbezogen werden.

Die Dauerausstellung ist in den beiden Obergeschossen untergebracht, ungestörte lange Wandfkächen erlauben vielfältige Präsentationen.

Die Museumsräume können in einem zusammenhängenden und spannungsreichen Rundgang durch Alt und Neu erlebt werden.

Die Räume der Museumspädagogik und die Werkstatt befinden sich im Kellergeschoss und werden über den Lichthof gut belichtet.

 

 

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Konstruktion und Material

Wände/Stützen:  STB weiß verputzt, dient als Wärmespeicher mit großer Trägheit

Decken:  STB mit schallschluckendem Putz variable Beleuchtung mit Schienensystem

Fußböden:  EG: Naturstein, Übergang Sonderaustellung  Museumshof,  OG: Eichenparkett

Fassade:  Sichtziegel, weiß geschlämmt Innenwandfläche weiss verputzt, Metallfenster, EG mit aussenliegendem Sonnenschutz

Bestandswand:  Mauerwerk, vom Putz befreit, weiß geschlämmt, Innenwandfläche weiss verputzt

 

Die Bestandsfassade soll sich einerseits ablesbar darstellen, andererseits soll die Zementschlemme über die gesamte Fassade die alte Wand in den Gesamtzusammenhang integrieren.

 

Energie

Heizenergieerzeugung mittels einer Wärmepumpe, als Wärmequelle dient das Grundwasser bzw. Erdwärme/ Sonde.

Temperierung des Gebäudes durch Beheizung der Raumsockel.

Dieses Heizsystem wurde speziell für Museen entwickelt durch die Landesstelle für nicht-staatliche Museen in Bayern, zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege, nach Henning Großeschmidt.

Die Massen der Gebäudeteile werden aktiviert, dadurch extrem träges System mit geringen Schwankungen der Raumtemperatur.

Es ist sowohl im Neubau wie auch im historischen Bereich anwendbar. Mechanische Be- und Entlüftung.

Von der Verwendung eines Luftbrunnens wird aus hygienischen Gründen abgeraten (VDI 6022).

Wärme- und Feuchterückgewinnung durch einen Hochleistungswärmetauscher (Accublock).

Die Zuluft wird über den Versorgungsschacht beim Aufzug geführt, die Abluft über eine Vormauerung im rückwärtigen Bereich abgesaugt.

 

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